IG Fischerei

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IG DNF Jungfischertag vom 26.09.2009

Besuch des Kraftwerks Ruppoldingen SO, der Störzucht sowie des Tropenhauses in Frutigen BE. Einen herzlichen Dank geht an Hanspeter Lüthi von der Jugendgruppe Kormoran für die exzellente Organisation des Anlasses.
Danke Hanspeter! 
Rolf Schatz, Jungfischerobmann

Bericht 1. IG DNF Jungfischertag vom 26. September 2009

Zwei Programmpunkte waren am eintägigen Ausflug unser Ziel, einerseits die Besichtigung des  Umgehungsgewässers und des Kraftwerks Ruppoldingen bei Boningen SO, wo eine komplett neue Flusslandschaft entstand und das heute als Musterbeispiel für die umweltgerechte Nutzung der Wasserkraft dient. Andererseits durften wir einen Einblick nehmen in die Störzucht in Frutigen, die als Pionierbetrieb für die Zucht des grössten Süsswasserfisches in der Schweiz gilt. Einige Minuten nach 7 Uhr stiegen die Teilnehmer der Vereine Meilen und Thalwil in Thalwil in den Car von Joker-Bus ein. Nächster Punkt war Glattbrugg wo die weiteren Interessierten von Zürich-Unterland und der Jungfischergruppe Tössegg bereits warteten. Pünktlich trafen wir dann in Boningen ein und wurden von unseren 3 Referenten von Alpic Willkommen geheissen. Vor der Besichtigung aber wurde uns im Restaurant Aareblick Kaffee und Gipfel offeriert, was man natürlich dankbar annahm. Im Vortragsraum des Kraftwerks vermittelte uns Hr. Christen die Entstehungsgeschichte vom Bau des Kraftwerks bis zur Neuzeit. Nach der Theorie übernahmen die beiden Referenten Hr. Siegenthaler und Hr. Molteni und führten uns in 2 Gruppen durch die Gebäude, aber auch unter dem Wehr durch im Stollen. Dann kam der Teil der uns eigentlich am Meisten interessierte, nämlich das Umgehungsgewässer mit der angegliederten Fischtreppe. Gemäss Studien trägt die hier neu umgesetzte Umwelttechnik massgebend dazu bei, dass sich einige bereits nicht mehr ansässige Fischarten wieder angesiedelt haben, was für das ökologische Gleichgewicht entscheidend ist. Auch die Renaturierung der Auen ist schon weit fortgeschritten, wo vorher nur Steinboden war, ist heute vieles grün überwachsen. Ein herzliches Dankeschön zusammen mit einer Flasche Wein ging an unsere 3 Referenten und wir machten uns auf die Weiterfahrt zum McDonalds in Heimberg bei Thun. Dort gab es für alle einen Burger mit Pommes, ein Getränk und eine Apfeltasche. Obwohl bei unserem Eintreffen viele Gäste anstanden, wurde dank der Vorausbestellung in kürzester Zeit unsere Besuchergruppe verpflegt. Nach nicht mal einer Stunde ging es weiter nach Spiez und dann das Kandertal hoch nach Frutigen. Hier erläuterte uns Hr. Mosimann das Tropenhausprojekt und die Störzucht. Dann wurde die Gruppe wieder aufgeteilt denn die Störzucht befindet sich im Moment noch ca. 2 km oberhalb direkt bei der grossen Eisenbahnbrücke der BLS. Alle mussten einen Schuhschutz anziehen, sind doch die hygienischen Massnahmen streng. Dann erklärte uns Frau Kyburz wie die Störzucht entstand, woher die Fische kommen und was für Sorten hier gezüchtet werden. Mit grosser Spannung öffnete sie dann endlich das erste Zuchtbecken und wir konnten die kleinen, aber wunderschönen Fische endlich bestaunen. Von Becken zu Becken wurden die Exemplare immer grösser und am Schluss schwammen die ca. 8 - 10 kg schweren und ca. 1,20 m langen Störe ihre Runden im Behälter. Nach 1-stündigem Besuch ging es wieder zum Tropenhaus zurück, während die anderen Besucher nun endlich die  Fische sehen würden. Das Tropenhaus ist im Moment noch nicht vollständig gebaut, trotzdem durften wir einen Teil mit den tropischen Pflanzen bereits besichtigen. Es wartet noch viel Arbeit bis zur offiziellen Eröffnung vom 21. November 2009. Zum Abschluss wurde uns ein Film gezeigt, wie die Idee für diese Anlage entstand, denn man wollte das ca. 20 Grad warme Wasser, das wegen dem Bau der NEAT-Röhre der Lötschbergline aus dem Tunnel geführt wird, ökologisch nutzen. Um 16 Uhr waren beide Gruppen wieder beisammen und man konnte die Heimfahrt antreten.  Er führte uns von Frutigen via Brünig über Luzern, sodass die Thalwiler zuerst wieder zu Hause waren, danach ging es auch für die in Glattbrugg zugestiegenen zu ihrem Einstiegsort zurück. Ein interessanter und lehrreicher Ausflug fand um 19 Uhr sein Ende. Er wird den insgesamt 34 Teilnehmern sicher noch lange in bester Erinnerung bleiben.
Hanspeter Lüthi