IG Fischerei

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Seendüngung bringt Fischarten zum Verschwinden

Ein neue, wissenschaftliche Studie spricht also Klartext.

Es wird nun deutlich: Der Schweizerische Fischereiverband SFV hat leichtsinnig eine Seedüngung gefordert (Phosphatmanagement), um noch mehr und grössere Fische zu fangen. Und er hat die Artenvielfalt in unseren Gewässern aufs Spiel gesetzt, zu Gunsten einer Ertragssteigerung. Das ist nur noch bedenklich!

Wen vertritt denn der SFV? Die Berufsfischer, welche ihr Sekretariat beim Schweizer Bauernverband haben und unsere Seen als landwirtschaftliche Nutzflächen betrachten? Die Fleischfischerabteilung unter den Hobbyanglern?

Es wird somit klar: Der nachhaltig und ökologisch orientierte Angler wird nicht durch den SFV vertreten!

IG DNF
Rolf Schatz, Ausbildung


Eawag: Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs

Die Überdüngung der Schweizer Seen hat die Zahl der einzigartigen einheimischen Felchenarten innert kurzer Zeit um fast 40% reduziert. Nur in tiefen und von der übermässigen Nährstoffzufuhr weniger betroffenen Alpenrandseen, wie dem Thuner-, dem Brienzer- oder dem Vierwaldstättersee konnten sich die historisch belegten Arten halten. Doch auch sie sind genetisch gesehen näher zusammengerückt. Das weist eine heute in Nature publizierte Studie der Eawag und der Universität Bern nach.

Dübendorf, 16.02.2012

Seendüngung bringt Fischarten zum Verschwinden